Das macht das 3G-Modell® aus...

Persönlichkeitsmodelle gibt es so viele, wie Sand am Meer. Der Markt hierfür ist so umfangreich wie unübersichtlich.

 

Die meisten Modelle und Verfahren beruhen auf der Typenlehre des Psychiaters und Psychoanalytikers C. G. Jung. Seine Ansichten über Persönlichkeit sind jedoch eher philosophischer Natur und eher spekulativ. Mit den Anforderungen wissenschaftlicher Forschung und Theorienbildung hat dies nichts zu tun.

 

Der Hirnforscher Gerhard Roth hat diverse Persönlichkeitsmodell evaluiert. In seinem Buch "Bildung braucht Persönlichkeit" stellt er fest, dass die Persönlichkeitsmerkmale der gängigen Verfahren rein quantitativ-statistisch gewonnen sind und aus naturwissenschaftlicher Sicht damit "in der Luft hängen" (Roth, G. (2011). Bildung braucht Persönlichkeit. Stuttgart: Klett-Cotta. S. 40 ff.). Der Bezug zu den angeborenen Eigenschaften und Verhaltensweisen, die als empirische Grundlage dienen könnten, wird in der Tat nirgends hergestellt.

 

Dieser unbefriedigende Zustand gab den Anstoß für die Entwicklung des 3G-Modells. 3G steht für drei anlagebedingte Grunddispositionen. Das 3G-Modell ist ein Persönlichkeits- und Kommunikationsmodell mit (neuro-)biologischem Hintergrund.

 

Die theoretischen Grundlagen des 3G-Modells liefert in gewisser Weise die Entwicklungsgeschichte des Menschen, die sich ontogenetisch (Entwicklung des Individuums) in einer Art Zeitraffer wiederholt und die jene Eigenschaften bzw. Verhaltensweisen hervorbringt, die für diese Systematik bedeutsam sind.

 

Ausschließlich die anlagebedingten Merkmale liegen im Fokus der Betrachtung von 3G, da sie bei allen Menschen in gleicher Weise nachweisbar, d. h. qualitativ verankert sind. In ihrer quantitativen Ausprägung unterscheiden sie sich jedoch von Person zu Person teils erheblich, wodurch für jeden Menschen ein ganz typisches und gleichzeitig zeitstabiles (hohe Retestreliabiliät) Persönlichkeitsbild entsteht.

 

Grundsätzlich bezieht sich das Modell auf die drei Entwicklungsstufen des Menschen: Selbsterhaltung, Selbstbehauptung und Selbstbestimmung.

 

Die typischen Merkmale, die in den einzelnen Stufen entstehen, sind in der entwicklungspsychologischen Standardliteratur ausführlich beschrieben. Sie können allerdings auch einfach von jedem, der die Entwicklung eines Kindes begleitet, beobachtet werden.

Schon frühzeitig kann beispielsweise festgestellt werden, ob ein Kind häufiger Nähe und Kontakt sucht oder lieber öfter für sich allein ist, ob es viel oder wenig redet, ob es die (sportliche) Auseinandersetzung sucht oder lieber in Ruhe spielt. Wenngleich die quantitativen Ausprägungen der Merkmale im Kindesalter noch stärkeren Schwankungen unterliegen, verfestigen sich diese im Laufe des Heranwachsens und Erwachsenwerdens.

 

Mit ihren individuell unterschiedlichen Ausprägungen bilden diese angeborenen Merkmale die 3G-Grundstruktur der individuellen Persönlichkeit.

 

Mit der Konkretisierung des Modells, der 3G-Systematik, steht eine zuverlässige und valide Orientierungsgrundlage in folgenden übergreifenden Anwendungsgebieten zur Verfügung:

  • Zwischenmenschliche Kommunikation – individuelle Gestaltung, insbesondere im laufenden Kommunikationsprozess (z. B. in Teams, in der Führung, im Vertrieb, im Service usw.).
  • Personalauswahl (Placement, Karriereplanung usw.).
  • Objekt-Mensch-Kommunikation – im Bereich Produktgestaltung und Design

Insgesamt wurden für den Einsatz des 3G-Modells zwölf spezifische Anwendungsgebiete definiert.

 

Die 3G-Systematik ist in allen Bereichen der Unternehmenskommunikation, intern wie extern, einsetzbar und führt immer dazu, dass sich das Verständnis der Akteure füreinander verbessert.

 

Damit können "Reibungsverluste" in Kommunikationsprozessen nachhaltig verringert, Kommunikationsbarrieren an Schnittstellen abgebaut und die Kommunikation als Ganzes verbessert werden. Eine bessere Kommunikation ermöglicht eine aktive Reduzierung der Konfliktkosten eines Unternehmens. Damit trägt das bessere „Klima“ zu einer Steigerung der Profitabilität des Unternehmens bei.

 

Für die zwölf Anwendungsbereiche des 3G-Systematik stehen jeweils spezifische Testverfahren zur Verfügung. Je nach Bedarf und Fragestellung liefern die Ergebnisse der Analysen die Grundlage für konkrete zielführende Maßnahmen.

 

Das 3G-Modell stellt damit sowohl auf der Erhebungsseite wie auf der Umsetzungsseite geeignete Mittel zur Verfügung, um Ziele schneller, gelassener und sicherer zu erreichen.

 

(Quelle: 3G-Modell.de / Bitterwolf & Kaspar)

 

 

 

 

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